Über uns

FEMLAB ist das Produkt eines Zusammenschlusses von sieben Frauen, die sich für einen interaktiven Einstieg in das große Komplex namens Feminismus engagieren. Wir sind selbst auf der Suche nach Antworten und haben viele Fragen. Wir verstehen die Organisation vom FEMLAB als gemeinsamen Weg des Lernens, Erfahrens und zur Erweiterung unseres eigenen Wissens und unserer Handlungsmöglichkeiten. Wir sind mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, aber sehr ähnlichen Beweggründen zueinander gekommen. FEMLAB ist das Produkt unserer Sicht auf die Welt, auf Sexismus, den wir erfahren (haben) und unseren Ansätzen nach Lösungen. Wir erheben nicht den Anspruch für alle sprechen zu können oder zu wollen. Wir sind uns bewusst, dass FEMLAB nur eine Teilrealität abbilden kann; wir vieles, was wir gerne aufgegriffen hätten, nicht mehr ins Programm unterbringen konnten; diese Veranstaltung nur einige Aspekte von Diskriminierungserfahrungen widerspiegelt und unsere Gruppenstruktur sehr homogen ist und wir wenig von intersektionaler Diskriminierung betroffen sind. FEMLAB soll trotzdem den Versuch darstellen, zu mehr Empowerment beizutragen, einen Einstieg in die Thematik bieten, beim Suchen von Lösungen helfen und vielleicht den Alltag ein wenig ändern.

Clara

Aufgewachsen in Kiel und Flensburg stand Clara viel hinterm Tresen – ob Kneipe, Club oder Festival, Alltagssexismus war stets präsent. Aufgrund des Studiums zog es sie nach Hamburg und dort traf sie – wie das meistens so ist – Leo auf einer Party. Bei Bier und Sekt wurde geschnackt und sich dabei über Sprüche wie „Mäuschen, trink doch einen mit mir“ oder der klassischen Hand auf dem Rücken ausgetauscht. Als Clara schließlich noch von ihrem Studium der Medieninformatik erzählte, waren beide schnell Feuer und Flamme für eine Zusammenarbeit bei FEMLAB. Jetzt bringt sich Clara vor allem im Bereich Design und Website-Entwicklung ein und freut sich darauf, auch persönlich mehr Eindrücke vom Riesenkomplex Feminismus zu bekommen.

Cori

Nach unzähligen Gesprächen mit ihren Freund:innen über Alltagssexismus und Diskriminierungserfahrungen fragte sich Cori, was jede:r Einzelne denn anders machen könnte, um mehr Feminismus zu leben. Und auch in ihrem beruflichen Umfeld, der Kulturbranche, nervten sie die vielen kleinen Diskriminierungen, oft kaum wahrnehmbar und doch da. Gleichzeitig hatte sie das Gefühl, häufig selbst keine passenden Handlungsstrategien zu besitzen, um mit Situationen umzugehen. Daraus entstand die Idee vom FEMLAB: Sie wünschte sich ein buntes Wochenende voll mit Input, um gemeinsam und miteinander Strategien zu entwickeln. Die Organisation vom FEMLAB sieht sie selbst als Lernprozess. Beim FEMLAB ist Cori die Projektkoordination, zuständig für alles, vor allem aber Fundraising, Workshop- und Kulturprogramm.

Danja

Im Oktober verließ Danja das freshe Hamburg, um ins verstuckte Wien zu ziehen und genießt seitdem ihr naturtrübes Radler frisch gebraut. Ihr Masterstudium an der Uni Wien bewegt sich irgendwo zwischen Soziologie, Stadtplanung und Gender Studies. Nebenbei ist sie als Klimaaktivistin laut und nutzt dabei ihre jahrelange Erfahrung als Kreativkopf, Tüftlerin und im Orgateam des Projekts Schaluppe, einem selbstgebauten Kulturfloß auf Hamburgs Gewässern. Danjas Steckenpferde im FEMLAB sind Fundraising, Kulturprogramm und das Diversitätskonzept. Letzterem fühlt sie sich auch aufgrund ihres Studiums, ihrer eigenen rumänischen Migrationserfahrung als Arbeiter:innenkind und durch ihre Tätigkeit als Projektleitung von We.Inform, einem Informationsprogramm für Geflüchtete, besonders nah.

Leo

Leo übt sich gerade am Freigeist sein. Ursprünglich bildete sie sich zur Journalistin aus,  durch mediale Zwänge hat sie darauf derzeit aber nicht so richtig viel Bock. Stattdessen findet sie gerade in diversen Projekten ein praktisches Ventil für ihre theoretische Bildung der Gender Studies, wobei FEMLAB mit seinem breit aufgestellten Programm ein kleiner Höhepunkt darstellt. Ihr zentrales Thema ist aber die Awareness-Arbeit, insbesondere im Nachtleben. Sie setzt sich dafür ein, dass alle eine angenehme Party feiern können. Für Grabscher und Rassist:innen hat sie absolut kein Herz. Zugute kommen ihr dabei auch die Studienfächer Ethnologie und Friedens- und Konfliktforschung, die sie in Marburg besuchte. Für FEMLAB ist Leo  in Kontakt mit den Referent:innen, bastelt mit Clara am Inhalt der Website und versucht die Wahl der Partymukke zu beeinflussen.

lisa

Als echtes Südkind fehlt Lisa, die eigentlich viel zu viel Zeit im grauen Entwickler:innen Büro verbringt, fast nur Sonne und Wärme in Hamburg. Was sie hier aber stattdessen finden durfte, wünscht sie sich für Alle: Den niedrigschwelligen Zugang zu gesellschaftskritischen Formaten und die Einladung, sich selbst zu befreien und zu erforschen. Als ehemalige VWL-Studentin ist sie das Übersehen des Zusammenhangs von antifeministischen Strukturen und Konsum nur noch Leid. Außerdem selbst auf der ewigen Suche nach einem zugänglichen, kreativen Ventil für solchen Frust – und auf der Flucht vor dem einengenden Gefühl, alles stetig nur in derselben Blase zu besprechen -, saß sie mit großen Augen da, als ihre Cousine Danja ihr vom FEMLAB erzählte. Mit FEMLAB will sie diesen Wirbelwind an Gefühlen in eine positive Neugier umkehren und so an Alle eine explizite und laute Einladung aussprechen, einen sicheren Raum zum Erforschen und Befreien zu betreten.

lydia

Als Lydia vom FEMLAB erfuhr, war sie ganz aus dem Häuschen. Genau das wonach sie gesucht hat! Von Berufswegen her Umweltpsychologin und eigentlich vor allem im Nachhaltigkeitsbereich unterwegs, wollte Lydia sich irgendwann nicht mehr mit dem Alltagssexismus und Glasdecken dieser Welt abfinden. In Meetings sitzen zu müssen, in denen Frauen ignoriert wurden, brachte sie dermaßen auf die Palme, dass sie beschloss, sich aktiv für mehr Gleichberechtigung einzusetzen. Sie wusste nur noch nicht wie. Deshalb hörte sie erst einmal Unmengen an feministischen Podcasts, um tiefer in die Materie einzutauchen – bis sie schließlich auf Cori traf. Für‘s FEMLAB ist sie beim Design und der Deko kreativ unterwegs und kümmert sich mit Clara zusammen darum, dass die Social Media Kanäle nicht leer bleiben.    

Thea

Thea arbeitet als Sozialpädagogin in einem Projekt mit geflüchteten Frauen* und setzt sich in diesem Kontext mit vielen unterschiedlichen Perspektiven auf Feminismen auseinander. Auch in ihrem privaten Umfeld finden sich immer wieder unterschiedliche Wissensstände und Positionierungen in den damit einhergehenden Diskursen über Feminismus wieder. Oft hat sie das Gefühl, dass Feminismus sehr akademisiert und exkludierend diskutiert wird. FEMLAB soll dazu anregen, sich auch ohne viel Literaturrecherche mit dem Thema auseinandersetzen zu können, Erlebtes zu besprechen und gemeinsam Handlungsräume für den Alltag etablieren zu können.

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